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  Aloe Vera
Die Königin der Wüste

Es gibt insgesamt ca. 400 verschiedene Sorten von Aloe-Pflanzen. Die Echte Aloe (Aloe vera Linné = botanischer Name, Synonym = Aloe barbadensis) gehört zu den drei Sorten, die zur inneren und äußeren Anwendung verwendet werden können. Sie ist nicht zu verwechseln mit "Agaven" oder gar als "Kaktus" einzustufen, sie ist ein Liliengewächs und gehört zur Knoblauchfamilie. Daher auch dieser etwas knoblauchartige Geschmack.

     
         
 
Aloe Vera
     
         
 
Die Aloen sind meistens in heißen und trockenen Zonen Afrikas beheimatet. Kultiviert werden sie auch in anderen Trockengebieten zum Beispiel auf den Kanarischen Inseln, den Ballearen, Europa, Amerikas. Sie sind frostempfindlich, können aber sehr gut im eigenen Garten gezogen und im Winter im Haus gehalten werden. Zur inneren Anwendung sollten Aloe Vera Linné-Pflanzen kommen, die ca. 3-4 Jahre alt sind. Dann entwickeln sie die größte Wirkung.
     
         
 
Äußerliche Anwendung: bei Abszessen, Akne, Fußpilz, Neurodermitis, Herpes, schlecht heilende Wunden, Ekzemen, Schuppen, Haarausfall. Zur Linderung von kleinen Verbrennungen (z.B. Sonnenbrand) oder Neurodermitisbeschwerden dient Aloe vera als Hausmittel. Schock: Tierexperimentelle Daten zeigen, dass ein polymeres Kohlenhydrat aus dem schleimigen Pflanzensaft bei dem durch starken Blutverlust bedingten Schock kreislaufstabilisierend und durch den Zeitgewinn sogar lebensrettend wirken könnte. Immunmodulatorische Wirksamkeit: Zur Stärkung des Immunsystems bei Erkältung, aber auch bei AIDS und Krebs.
     
         
 
Aloe Vera
     
         
 
Weiteres: Arthritis, Gicht, Ischias, Fibromyalgie, an der nur in Deutschland ca. 1 Mio Menschen leidet, Rheuma; Problemen des Magens, der Niere und der Bauchspeicheldrüse; Arteriosklerose und Angina Pectoris. Zahnmedizin: Aloe vera Linné-haltige Zahncreme soll der Parodontitis entgegenwirken. Wechselwirkungen Es können Wechselwirkungen mit Hydro-Kortisoncremes auftreten. Bei gleichzeitiger Anwendung von Diabetesmitteln kann der Blutdruck abfallen.
     
         
 

Kulturgeschichte Schon in der Bibel wird Aloe erwähnt (• 4.Mose 24,6; Ps 45,9; Spr 7,17). Zu dieser Zeit wurde Aloe als Räucherwerk, also Parfüm (Hol. 4, 14) und als Zusatz bei Leichenbalsamierungen verwendet (Joh. 19, 39). Als Phönix sind folgende Geschichten mit dem Namen Aloe (Alloê) verbunden: Es wird erzählt, dass Jesu vor der Grablegung und Auferstehung mit 40 kg Aloe einbalsamiert wurde. Analog hierzu war Aloe auch der Name einer der drei am Grabe wachenden sogenannten »Frauen im Segen«. Die Verbindung der Ausdrücke untereinander wie auch zu der Pflanze bleibt unklar, zumal die orientalische Assoziation von Zauberkraft völlig weggebrochen scheint. (vgl. HdA). Im 10. Jahrhundert empfahl der Patriarch von Jerusalem Alfred dem Großen von England die Aloe-Pflanze als Heilmittel, zumal man wusste, dass sie sehr schmerzlindernde Wirkung hat. Bereits Alexander der Große ließ Verletzungen der Soldaten mit dem Saft der Aloe vera behandeln. Nofretete und Cleopatra verwendeten eine Aloe-Paste zur Haut- und Schönheitspflege.

Aloe Vera

er griechische Arzt Dioskurides (1. Jh.) beschreibt die Aloe in der Materia Medica, als eine Pflanze, die mit Wasser getrunken gegen Gelbsucht helfen, aber auch als Abführmittel und aufgetragen bei Wunden und Geschwüren (vor allen im Bereich der Geschlechtsorgane) Wirkung zeigen soll. Auch die Ayurveda-Medizin kennt ähnliche Einsatzgebiete auf der Haut und bei Menstruationsbeschwerden. Noch nahe am Aberglauben war die Vorstellung, die Aloe verleihe Frauen die Kraft der Jugend und regeneriere die weibliche Natur - wie die Mayas viel später dann doch bestätigten. In den Ländern mit einem hohen Anteil von Naturvölkern ist die Aloe seit ewigen Zeiten als Abtreibungsmittel bekannt. In den 30 er Jahren des 20. Jahrhunderts wurde mit der Verwendung von Röntgenstrahlen in der Krebstherapie die Aloe-Paste als Mittel gegen die Hautverbrennungen durch hohe Strahlendosen wiederentdeckt. Interessant ist auch, dass viele Hausfrauen aus diesem Zeitraum die Bedeutung der Aloe Vera L. kannten und fast auf jeder Fensterbank einer Küche eine solche Pflanze stand, die meistens täglich bei Verbrennungen und Hautverletzungen zum Einsatz kam, zumal damals ausschließlich mit Holzöfen gefeuert und gekocht wurde. Zwischen den Jahren ab ca. 1920 bis zum Jahr 1990 fristete diese Heilpflanze ein unbekanntes Dasein, denn die Pharmaindustrie war nun in der Lage, viele der in der Natur vorkommenden Substanzen selbst und im eigenen Land herzustellen. Doch seit ca. 20 Jahren ist sie wieder auf dem Vormarsch. Die Menschen erkennen wieder ihren ungeheuren Wert, für Gesundheit und Schönheit.

     
         
   


Schwarzkümmelöl
Eruca Sativa Öl
Jojobaöl
Scariola Öl
Castoröl
Aloe Vera
Lupinen Termis ÖL
Karottenöl

 

 
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